Der Cova-Krater und das Paul-Tal sind die Landschaften, die die meisten vor Augen haben, wenn sie an Santo Antão denken: ein flacher Vulkankrater mit kleinen, ummauerten Feldern und darunter eines der grünsten Täler der Kapverden, voller Zuckerrohr, Bananen und Mangobäume. Dieser Guide beschreibt beide Varianten der Wanderung – den klassischen Abstieg und den Rundweg aus dem Tal – mit Höhenprofil, Fotos vom Weg und praktischen Tipps.
Wanderung Cova–Paul auf einen Blick
| Klassischer Abstieg | Vom Kraterrand des Cova bis Vila das Pombas, einfache Strecke, fast nur bergab, etwa 3–4 Stunden |
|---|---|
| Rundweg aus dem Tal | Aus dem oberen Paul-Tal (etwa 550 m) zum Krater und zurück, etwa 10,5 km |
| Untergrund | Überwiegend Pflasterwege, teils Erdwege und kurze Straßenabschnitte |
| Schwierigkeit | Mittel; steil, aber nicht ausgesetzt |
| Transport | Abstieg: am Kraterrand absetzen und unten abholen lassen. Rundweg: kein Transport nötig, wenn du im Tal wohnst |
| Navigation | komoot-Route für den Rundweg |
Abstieg oder Rundweg: welche Variante passt?
Nimm den klassischen Abstieg, wenn du in Ponta do Sol, Ribeira Grande oder Porto Novo wohnst und ein Aluguer organisieren kannst. Du startest weit oben, das Tal öffnet sich unter dir, und du endest am Meer in Vila das Pombas. Der Haken: 3–4 Stunden fast durchgehend bergab auf Pflaster.
Nimm den Rundweg, wenn du im Paul-Tal übernachtest, lieber bergauf als bergab gehst oder dir die Abholung sparen willst. Die harte Arbeit kommt früh, du siehst den Krater aus mehreren Blickwinkeln und gehst zurück zu deinem Startpunkt.
Der Rundweg Schritt für Schritt
Hinauf durch das obere Tal
Der Rundweg beginnt zwischen den Häusern und kleinen Höfen des oberen Paul-Tals auf etwa 550 m. Der erste Kilometer steigt sanft an Bananenstauden, Zuckerrohr und Terrassen vorbei, das Dorf liegt unter dir und vor dir ragen die zackigen Grate am Talschluss auf.


Die Serpentinen zum Kraterrand
Nach etwa 2 km wird der Weg steiler und geht in eine lange Folge gemauerter Serpentinen über. Das ist der harte Teil des Tages: rund 400 Höhenmeter auf 1,5 km. Oft liegen Wolken auf dem Grat, die Sicht kann innerhalb von Minuten von Sonne zu Nebel wechseln. Lass dir Zeit – die Mauern sind gute Stellen, um anzuhalten und zurückzuschauen.



Der Cova-Krater
Nach etwa 3,5 km erreichst du die Aussichtspunkte über dem Paul-Tal und dann den Cova-Krater selbst: eine fast kreisrunde Vulkanschüssel mit flachem Boden aus kleinen ummauerten Feldern, umgeben von kieferbewaldeten Hängen. Der Rundweg führt weiter um den Krater bis zum höchsten Punkt auf etwa 1.270 m. An klaren Tagen ist alles grün und hell; wenn die Passatwolken über den Rand ziehen, verschwinden die Felder innerhalb von Minuten.


Zurück hinunter ins Tal
Vom höchsten Punkt dreht die Route um und führt etwa 5 km gleichmäßig bergab zum Start. Ein Teil des Abstiegs verläuft auf einer anderen Linie als der Aufstieg, so siehst du das Tal aus neuen Blickwinkeln. Der Weg ist eher lang als steil, aber auf Pflaster merken es die Knie trotzdem.
Höhenprofil

Das Profil basiert auf der geplanten Route von komoot und einem digitalen Höhenmodell; die Höhen sind daher Näherungswerte.
Der klassische Abstieg vom Kraterrand
Die bekannteste Variante beginnt am Rand des Cova-Kraters an der Bergstraße zwischen Porto Novo und der Nordküste. Vom Rand führt ein Pflasterweg über die Kante und durch das Paul-Tal hinunter, vorbei an Weilern, Bewässerungskanälen und Terrassen bis ans Meer in Vila das Pombas. Rechne mit etwa 3–4 Stunden, fast nur bergab.
Lass dich von einem Aluguer am Kraterrand absetzen und in Vila das Pombas wieder abholen, oder steig unten an der Talstraße in eines ein. Wanderstöcke helfen beim langen Abstieg spürbar. Kleine Grogue-Brennereien und Cafés im unteren Tal sind gute Pausenstopps.
Anreise und Rückweg
- Für den Abstieg: ein Aluguer oder Taxi zum Kraterrand des Cova und eine Abholung in Vila das Pombas organisieren. Pensionen helfen oft am Vortag dabei.
- Für den Rundweg: Start im oberen Paul-Tal. Aluguers fahren die Talstraße zwischen Vila das Pombas und dem oberen Tal.
- Von der Fähre: Die Bergstraße ab Porto Novo führt am Krater vorbei, manche gehen den Abstieg deshalb auf dem Weg zur Nordküste. Siehe Porto Novo für die Überfahrt ab Mindelo.
Wetter, Ausrüstung und Sicherheit
- Der Krater liegt auf etwa 1.200 m und ist oft kühl, windig und in Wolken, auch wenn es im Tal heiß ist: Nimm eine warme Schicht und eine leichte Regenjacke mit.
- Früh starten. Bis zum späten Vormittag ziehen oft Wolken über die Grate.
- Nimm mindestens 2 Liter Wasser mit; im Serpentinenabschnitt gibt es kaum Schatten.
- Trag Schuhe mit gutem Profil für das Pflaster und denk beim Abstieg an Stöcke.
- Am angenehmsten wandert man von November bis März, wenn es kühl und trocken ist; Oktober ist der grünste Monat, August und September bringen den meisten Regen. Siehe beste Reisezeit.
- Nimm Bargeld für Getränke und Snacks im Tal mit; kleine Läden nehmen selten Karten.
Mehr zu Transport, Navigation und Sicherheit: Wandertipps für Santo Antão (Englisch).
Lieber mit Guide? Touren zum Cova-Krater und ins Paul-Tal
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Tagesausflug nach Santo Antão mit Mittagessen
- Fähre ab Mindelo, dann Geländewagen oder Minibus
- Cova-Krater und Paul-Tal
- Kurze Wanderung und kapverdisches Mittagessen
Santo Antão an einem Tag: Krater und Tal
- Fahrt hinauf zum Cova-Krater
- Abstieg ins Paul-Tal oder über die alte Straße
- Mit Guide, Fähre ab São Vicente
Geführte Wanderungen auf Santo Antão
- Tageswanderungen mit einheimischen Guides
- Zweitägige Touren inklusive Fähre
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Wo du für diese Wanderung übernachtest
Wenn du im Paul-Tal schläfst, gehst du den Rundweg direkt ab der Haustür oder beendest den Abstieg an deiner Pension. Die Orte im Vergleich: Unterkünfte auf Santo Antão (Englisch).
Unterkünfte im Paul-Tal
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Häufige Fragen
Wie lang ist die Wanderung vom Cova-Krater ins Paul-Tal?
Der klassische Abstieg vom Kraterrand des Cova bis Vila das Pombas dauert etwa 3–4 Stunden. Der Rundweg aus dem oberen Paul-Tal zum Krater und zurück ist etwa 10,5 km lang mit rund 860 Höhenmetern; komoot schätzt etwa 4,5 Stunden Gehzeit ohne Pausen.
Ist die Wanderung Cova–Paul schwer?
Sie ist eher mittelschwer als technisch. Der Abstieg ist lang und steil auf Pflaster, das geht auf die Knie; der Rundweg hat einen anhaltenden Anstieg von etwa 400 Höhenmetern auf 1,5 km über gemauerte Serpentinen. Wirklich ausgesetzte Stellen gibt es bei keiner Variante.
Sollte man das Paul-Tal hinauf- oder hinuntergehen?
Bergab ist der Klassiker, weil man sich am Kraterrand absetzen lassen kann und sich die Aussicht vor einem öffnet. Bergauf (der Rundweg) passt für alle, die im Tal wohnen, spart die Abholung und schont die Knie.
Braucht man für die Wanderung Cova–Paul einen Guide?
Die meisten gehen ohne Guide: Der gepflasterte Hauptweg ist klar erkennbar und viel begangen. Ein Guide lohnt sich, wenn du Nebenwege verbinden oder mehr über die Höfe und Dörfer unterwegs erfahren willst.
Wann startet man die Wanderung Cova–Paul am besten?
Früh. Bis zum späten Vormittag ziehen oft Wolken über den Krater, und am Kraterrand auf etwa 1.200 m ist es auch an heißen Tagen kühl und windig.


